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Film · Geschichte · Engagement

„Die Nacht, in der die Geschichte blieb“

Ein Film über Groß-Gerau und die Menschen, die seine Geschichten bewahren

2. Juli 2026

Filmtitel „Die Nacht, in der die Geschichte blieb“ mit den Figuren Gaius und Growthly vor der Altstadt von Groß-Gerau.

Welche Geschichten sollten wir öfter weitererzählen?

Mit dieser Frage begann die Arbeit an dem Kurzfilm „Die Nacht, in der die Geschichte blieb“.

Ausgangspunkt war der Wunsch, einem Menschen Wertschätzung entgegenzubringen, der sich über mehr als drei Jahrzehnte mit außergewöhnlichem Engagement für das Stadtmuseum, die Geschichte und die kulturelle Identität Groß-Geraus eingesetzt hat.

Ursprünglich war der Film als ganz persönliches Dankeschön gedacht. Doch während seiner Entstehung entwickelten sich weitere Fragen: Was würde passieren, wenn niemand mehr die Geschichten einer Stadt weitererzählt? Wenn sich niemand mehr dafür einsetzt, ihre Geschichte lebendig zu halten und zu erklären, warum bestimmte Orte überhaupt eine Bedeutung haben?

Was als persönliche Idee begann, entwickelte sich so zu einem Herzensprojekt.

Groß-Gerau einmal mit anderen Augen sehen

Der Film zeigt Groß-Gerau aus einer anderen Perspektive. Die Straßen, Gebäude, Geschäfte und Wahrzeichen sind real.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der beiden Charaktere Gaius und Growthly, die die Zuschauer auf eine Reise durch die Stadt begleiten und dabei eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen.

Gaius wurde eigens für den Film mit einer eigenen Stimme und Persönlichkeit entwickelt. Seine Figur nimmt Bezug auf die römische Vorgeschichte Groß-Geraus.

So verbindet der Film reale Orte, historische Bezüge und moderne Formen des Storytellings zu einer emotionalen Geschichte über die Stadt und die Menschen, die sie prägen.

Mehr als 160 Stunden für gut acht Minuten Film

In die Umsetzung des Films flossen insgesamt mehr als 160 Stunden Arbeit.

Die Produktion umfasste unter anderem:

  • mehr als 400 vor Ort in Groß-Gerau aufgenommene Fotografien
  • mehr als 500 mit KI gestaltete Bildkompositionen
  • 147 Videoanimationen
  • die Entwicklung des Charakters Gaius mit eigener Stimme und Persönlichkeit
  • Bildgestaltung und Schnitt
  • Sprach-, Musik- und Soundgestaltung

Moderne Technologien und KI wurden dabei genutzt, um eine auf wahren Gegebenheiten basierende Geschichte auf neue Weise zum Leben zu erwecken. Ausgangspunkt bleiben Groß-Gerau selbst, seine realen Orte und die vor Ort aufgenommenen Fotografien.

Ein persönliches Herzensprojekt

Konzipiert und vollständig umgesetzt wurde „Die Nacht, in der die Geschichte blieb“ von Kathrin Kascha aus Groß-Gerau.

Der Film war für sie eine Möglichkeit, der Stadt, in der sie lebt, und den Menschen, die sie mit ihrem Engagement prägen, auf kreative Weise etwas zurückzugeben. Gleichzeitig verbindet das Projekt Storytelling, Gestaltung und moderne Technologien mit der Frage, wie Geschichte emotional und zeitgemäß vermittelt werden kann.

„Geschichten bleiben nur dann lebendig, wenn sie weitererzählt werden.“