
Ein Haus für Archäologie, Stadtgeschichte, Alltagskultur und Kunst
Die Sammlungen des Stadtmuseums verbinden Archäologie, Stadtgeschichte, Alltagskultur und Kunst und zeigen, wie sich Groß-Gerau und das Gerauer Land über die Jahrhunderte entwickelt haben.
Dabei versteht sich das Museum nicht nur als Ort des Bewahrens. Ausstellungen, Führungen, Vorträge, Musik und weitere kulturelle Angebote machen es zu einem lebendigen Ort der Begegnung mit Geschichte, Kultur und Kunst.
Kurze Geschichte des Stadtmuseums
1860er Jahre
Der Lehrer Ernst Franck begeistert seine Schüler für die Geschichte der Region und sucht gemeinsam mit ihnen nach archäologischen Spuren.
1898
Wilhelm Hermann Diehl entdeckt gemeinsam mit dem Archäologen und Denkmalpfleger Eduard Anthes das römische Kastell „Auf Esch“.

1929
Wilhelm Hermann Diehl richtet im Historischen Rathaus das Heimatmuseum ein. Archäologische Funde sowie Zeugnisse der Alltags- und Stadtgeschichte erhalten damit einen festen Ausstellungsort.

1950er
Ernst Schneider übernimmt das Heimatmuseum Gerauer Land im Historischen Rathaus als ehrenamtlicher Heimatpfleger. Zahlreiche Ausstellungen, Führungen und Veröffentlichungen gehören zu seinem engagierten Wirken bis zu seinem Tod 1987.

1987
Die Stadt erwirbt das ehemalige AOK-Gebäude am Marktplatz 3 und schafft damit die Grundlage für den heutigen Museumsstandort.

1989
Mit Jürgen Volkmann erhält das Museum eine hauptamtliche Museumsleitung. Am neuen Standort finden Sonderausstellungen und Veranstaltungen statt.
1993
Die erste Dauerausstellung ‚Vom Mittelalter bis zur Industrialisierung‘ wird am neuen Standort eingerichtet.
2007
Unter dem Titel „Wir waren dabei“ entsteht die heutige Dauerausstellung zur Stadtgeschichte seit den 1920ern. Parallel dazu die Abteilung zur Römerzeit.

2014
Das Wilhelm-Altheim-Kabinett wird eröffnet und macht eine wechselnde Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Groß-Gerauer Malers und Zeichners zugänglich.
2026
Nach 36 Jahren als Museumsleiter geht Jürgen Volkmann in den Ruhestand. Dem Stadtmuseum bleibt er weiterhin verbunden: als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum und Kultur e. V. sowie mit seinen Stadtführungen.

Die historischen Angaben werden derzeit fachlich geprüft und können ergänzt werden.
Geschichte weitererzählen
Mit dem Abschied von Jürgen Volkmann als Museumsleiter beginnt für das Stadtmuseum ein neues Kapitel. Der Kurzfilm „Die Nacht, in der die Geschichte blieb“ greift diesen Übergang auf und erzählt davon, warum Geschichte lebendig bleiben und weitererzählt werden sollte.