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Museum

Dauerausstellung

Die Dauerausstellung führt durch unterschiedliche Epochen der Groß-Gerauer Geschichte – von archäologischen Spuren und der Römerzeit über die Entwicklung der Stadt bis zu Menschen, Ereignissen und Alltagsgeschichten des 20. Jahrhunderts.

Geschichte, die bis heute wirkt

Die Dauerausstellung setzt zwei Schwerpunkte der Groß-Gerauer Vergangenheit: die spektakuläre Zeit der römischen Besiedelung im Stadtteil Auf Esch und das 20. Jahrhundert, das Groß-Gerau in die Moderne führte.

Vitrine mit römischer Keramik in der Dauerausstellung des Stadtmuseums Groß-Gerau.

Die Römer in Groß-Gerau

In der Zeit Kaiser Vespasians (69–79 n. Chr.) entstand im heutigen Stadtteil „Auf Esch“ rund um das Kastell eine zivile Siedlung mit den typischen Streifenhäusern, Handwerkerstandorten und Gewerbe. Auch eine Therme gehörte mit zum Komplex. Keramik, Glasgefäße, Schmuck, Grabbeigaben und Steindenkmäler geben Einblicke in Alltag, Handel und religiöses Leben, darunter die Steindenkmäler aus einem römischen Mithräum.

Ausgewählte Exponate ansehen

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme: Kinderumzug in der Frankfurter Straße in Groß-Gerau, um 1950.

Wir waren dabei – Groß-Gerau 1920 bis 1990

In der Abteilung für die jüngste Stadt- und Alltagsgeschichte geht es um die Geschichte der heute lebenden Generationen und ihrer unmittelbaren Vorfahren. Wie haben sich Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur in Groß-Gerau gewandelt. Persönliche Gegenstände, eine Vielzahl an privaten Fotos und Dokumente machen Geschichte dabei in erzählerischer Form dort greifbar, wo sie besonders nah kommt: im Alltag der Menschen.

Themen der Abteilung

  • Aufbruch in die Moderne in den 1920er Jahren

  • Wirtschaftliches und kulturelles Leben der 1950er Jahre

  • Eddy Trinkaus und sein Tanzorchester

  • „Eiszeit auf dem Sandböhl“ und das Eiscafé der Familie Braido

  • Beginnende Reisewelle nach Italien

  • Basketball-Meisterinnen des TV Groß-Gerau

  • Jugendkultur der 1970er Jahre

  • VfR Groß-Gerau und Lothar Skala

  • Frühzeit des Kulturcafés

  • Proteste gegen Atomkraft

Wilhelm Altheim: Betrunkener mit Esel, Zeichnung ohne Jahresangabe.

Wilhelm Altheim – ein Maler der Alltagswelt um 1900

Dem in Groß-Gerau geborenen Maler Wilhelm Altheim (1871–1914) ist ein eigenes Kunstkabinett gewidmet. Altheim war Städelschüler und zusammen mit Fritz Boehle (1873–1916) im Frankfurter Bürgertum sehr beliebt. In der Ausstellung wird insbesondere das zeichnerische Werk, das das ländlich geprägte Genre seiner Zeit in realistischem, auch gelegentlich humoristisch untermaltem Duktus dokumentiert, präsentiert.

Bild: Betrunkener mit Esel, ohne Jahr